Der Berner Sennenhund

ist ein wunderschöner, kräftiger und harmonisch gebauter Hund mit stämmigen Gliedmassen.

Weiches Fell, schlicht oder leicht gewellt. Schwarze Grundfarbe mit sattem braunen Brand, weißer Blesse und Brustkreuz. Weiße Pfoten und Rutenspitze erwünscht.

Ursprünglich als Haus- und Hofhund gezüchtet, fühlt sich der Berner Sennenhund heute am wohlsten in einer Familie mit ausreichend Platz für einen doch relativ großen Hund.

Als verlässlicher Partner ist der Berner furchtlos und sicher in Alltagssituationen, aufmerksam und wachsam, aber kein Beller. Lässt sich gut zum Begleit- und Arbeitshund ausbilden und hat Freude am Breitensport. Mittleres Temperament und gute Führigkeit sind positive Eigenschaften dieser Rasse.

Er sollte weder im Zwinger, noch an der Kette oder isoliert im Garten gehalten werden. Eine derartige Haltung führt zu seiner Degeneration. Daher sollte er auch unbedingt in der Familie integriert werden und teilhaben können am Leben in der häuslichen Gemeinschaft.

Der Berner Sennenhund ist völlig ungeeignet für die Zwingerhaltung!!!

Zitat:

“ Steckbrief ” : Ein Bild von einem Hund

Ein Hund. Nennen wir ihn Max. Ein Bild von einem Hund. Von imposanter Gestalt: Kräftig gebaut, kompakt, weder plump noch schwerfällig, harmonisch proportioniert. Alles an ihm scheint zu stimmen. Stämmige Beine mit festen, rundlichen Pfoten. Eine mächtige, breite, tiefe Brust. Ein fester, gerader, eher breiter Rücken, eine sanft gewölbte Kruppe, eine lange, buschige Rute, die im Stand nach unten hängt, im Lauf wie eine Verlängerung der Rückenlinie schwebt. Knapp 50 kg muskulöse, gebändigte Kraft, athletisch und anmutig getragen. 67 cm Schulterhöhe. Der Kopf auf kräftigem Hals stolz erhoben, mächtig, aber ohne jegliche Derbheit. Kurze, dreieckige Ohren, hängend, leicht befranst. Ein respektables Gebiss. Dunkelbraune Mandelaugen. Das Haar lang, leicht gewellt, glänzend. Die faszinierende Symmetrie der Farben: Schwarz, weiß, rotbraun. Die weiße Blesse verleiht dem Gesicht etwas Liebes, Freundliches. Die rotbraunen Tupfer über den Augen und auf den Wangen setzen heitere, lebendige Akzente; bei geöffnetem Fang entsteht der Eindruck eines Lächelns. Auch an den Beinen findet sich das Rot als verbindendes Element zwischen Schwarz und Weiß. Die weiße Brust, die auch bei Dunkelheit schon aus der Ferne leuchtet, gibt dem mächtigen Hund etwas Helles, Unbedrohliches. Die weißen Pfoten verleihen Anmut im Stand und Grazie im Lauf. Die weiße Schwanzspitze ist gewissermaßen der I-Punkt der farblichen Vollkommenheit. Die Schönheit des Körpers wird komplettiert durch majestätische Haltung, durch liebenswert - bedächtigen, kraftvoll - geschmeidigen Bewegungsablauf, durch würdevollen und lieben Ausdruck. Ein Bild von einem Hund also. Das Bild hat einen Namen: BERNER SENNENHUND.”

Quelle: Berner Sennenhund , Prof . Dr. Bernd Günter, Seite 12,

Wachstum

Der Berner Sennenhund ist erst mit 3 Jahren erwachsen. Die Welpen brauchen Zeit zum wachsen. Übermäßige und /oder energiereiche Ernährung und zu große Belastung können zu schweren Gelenks - und Knochenschäden führen.

Zur Fütterung gibt es dem Alter entsprechende Richtlinien. Jedoch sollte man beachten, dass Hunde auch ganz unterschiedlich sind. Was für den einen gerade richtig ist, mag für den anderen zu viel sein. Gleiches gilt für die körperliche Belastung von Hunden insbesondere im ersten Jahr. Hier treten oft die meisten Fehler auf! Zuviel spielen mit anderen Hunden, zu lange Spaziergänge, andauerndes Ziehen an der Leine und vieles mehr können irreparable Schäden an den Gelenken und Knochen des Welpen /Junghundes verursachen. Umwelteinflüsse sind für die Ausbildung gesunder Gelenke sehr wichtig. Im ersten Jahr wächst er in die Höhe, im zweiten Jahr in die Breite und im dritten Jahr verfestigt sich das, was er in den ersten zwei Jahren erlernt hat.

Der erwachsene Berner Sennenhund wiegt zwischen 39-60 kg. Er ist normalgewichtig, wenn man ohne Mühen seine Rippen fühlen, aber nicht sehen kann. Wobei Hündinnen in der Regel leichter als Rüden sind. 

Der Berner benötigt viel  Platz und viel Auslauf. Nicht angeleint rennen und spielen sind ein muss. Junge Hunde  sollten neben der vielen Bewegung aber auch viel Ruhe und Schlaf bekommen. Für  lange Wanderungen sind sie noch nicht geeignet. Faustregel 5 Minuten pro Lebensmonat spazieren gehen. Auch vieles  Treppensteigen als junger Hund muss vermieden werden.  Die Aufzucht  muss harmonisch, liebevoll und konsequent durchgeführt werden.
Änderungsdatum: 26.05.2020